Wir unterrichten unsere Kinder altersgemischt weil wir
davon überzeugt sind!
Aus den Kindertagesstätten sind es die Kinder gewohnt,
gemeinsam, egal welchen Alters, den Tag zu verbringen. Hier
bekommen sie von Beginn an die Chance von einander zu lernen.
Sie leben und lernen ganztägig miteinander, egal ob im Spiel, beim
Essen, beim Laufen oder Krabbeln oder bei anderen
Begebenheiten. Sie beobachten, vergleichen, ahmen nach, probieren
aus und sind so in einem ständigen Lernprozess.
Die Arbeit in den Kindertagesstätten, eigene
Beobachtungen, Hospitationen, Fortbildungen sowie Befragungen
von Kindern und Eltern haben uns letztlich dahin geführt, im
Schuljahr 05/06, den Schulbetrieb auf die Jahrgangsmischung
umzustellen.
Wir möchten nicht, dass Kinder ihre Schulzeit mit Angst und
Unsicherheit beginnen müssen: „Kann ich auch alles? Bin ich so gut
wie die anderen?“
Wir möchten nicht, dass Kinder, die langsam lernen, alles nur
halb verstehen, weil es im Unterricht zu schnell weitergeht.
Wir möchten nicht, dass Kinder, die schnell lernen, immer auf
die anderen warten müssen und sich in der Schule langweilen.
Das passiert aber leicht, wenn alle in der Klasse zur selben
Zeit im selben Tempo dasselbe lernen müssen. Deshalb lernen die
Kinder bei uns, entsprechend ihren individuellen Fähigkeiten, in
altersgemischten Lerngruppen.
Wir unterrichten nach speziellen Lehr- und Lernmethoden. Die
Kinder fangen sehr früh an, Aufgaben selbstständig zu bearbeiten
und Schritt für Schritt ihr Wissen und Können nach eigenem
Lerntempo zu erweitern.
Jahrgangsgemischten Lernen hat weitere, wichtige Vorteile:
- Schulanfang und Kennen lernen der Schule fallen den Anfängern
mit Unterstützung der „Großen“ aus ihrer Klasse viel leichter.
- Die Regeln, die in der Schule und in den Lerngruppen gelten,
werden durch Nachahmung des Verhaltens der älteren Klassenkameraden
spielend erlernt.
- Wir brauchen nicht mehr so viel Zeit zum Einüben grundlegender
Arbeitstechniken, da sich auch dabei die neuen an den erfahrenen
Kindern orientieren.
- Die Erfahrung hat gezeigt, dass Streitereien in den Lerngruppen
deutlich geringer sind als in Jahrgangsklassen. So gewinnen wir
Lernzeit und die Lernatmosphäre ist friedlicher und gelöster.
- Jedes Kind bekommt so viel Zeit zum Lernen, wie es braucht:
ein, zwei oder drei Jahre für das Pensum von Klasse 1 und 2
- Alle schulpflichtigen Kinder werden aufgenommen. Eine
Zurückstellung oder Ausschulung gibt es nicht.
- Kinder, die Lernprobleme haben, werden besonders gefördert und
bleiben, soweit es nur irgend möglich ist, in der Grundschule.
- Es gibt kein Lernen im Gleichschritt: Jedem Kind wird sein
eigenes Lerntempo zugestanden, das beim Einzelnen nicht zu jeder
Zeit gleich ist.
- Die Kinder, die in der Gruppe geblieben sind, führen die neuen
Schüler ins Schul- und Klassenleben ein, helfen ihnen und
unterstützen sie bei ihrer Arbeit. (Nur im Halbtag, im Ganztag gibt
es weder Klassen- noch Lehrer- und Erzieherwechsel)
- Wer in einem oder mehreren Fächern mit den älteren Schülern
zusammen lernen kann, tut dies, wenn er so weit ist.
- Wer auf einem oder mehreren Gebieten Wiederholung und Übung
älterer Lerninhalte benötigt, kann dies zusammen mit den jüngeren
Gruppenmitgliedern tun, wenn es nötig ist.
- Die Lehrperson ist Regisseur, bestimmt die Lerninhalte und
führt neue ein, stellt die Materialien zur Verfügung und greift
ein, wenn das selbst gesteuerte Lernen und das Voneinander-Lernen
einmal nicht ausreichen.
Ziele:
Individuelle Förderung
Soziales Lernen
Selbstständiges Lernen
Lernen lernen
Miteinander lernen
Voneinander lernen |